Kunsthof Mehrum bei „KUNST hoch 17“
Eine Gemeinschaftsausstellung von 17 Kunstakteuren in der Braunschweigischen Landschaft
18. November bis 27. Dezember 2025 | halle267, Städtische Galerie Braunschweig
17 Organisationen und Institutionen der Arbeitsgruppe Kunst haben sich zusammengetan, um die Vielfalt an bildenden Künsten in der Braunschweigischen Landschaft zu präsentieren sowie die Kunst als wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens und der kulturellen Identität der gesamten Region sichtbar zu machen.
Gemeinsamer Kern aller Mitglieder der Arbeitsgruppe ist die zeitgenössische Kunst, die von ihnen ausgestellt, gefördert, vermittelt oder auch produziert wird.
Der Kunsthof Mehrum e.V. gibt einen ersten Einblick in das Thema der neuen Ausstellungssaison 2026: VERWOBENE WELT. Zu sehen sind Werke von Schirin Fatemi, Alexander Kühn, Sylvia Middel, Inge Marion Petersen, Michael Rofka und Andrea Volo.
Die gezeigten Werke spannen einen Bogen von Malerei und Grafik über Zeichnung bis hin zu Holz- und Steinskulpturen – eine vielfältige Auswahl zeitgenössischer Kunst, die das Programm des Vereins auf charakteristische Weise widerspiegelt.
„KUNST hoch 17“ wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Führungen, Diskussionen und Workshops begleitet.
Eröffnung: 18. November 2025, 18 Uhr
Ausstellungszeitraum: 18.11. bis 27.12.2025
Ausstellungsort: halle267 – Städtische Galerie Braunschweig, Hamburger Straße 267, 38114 Braunschweig
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 17-20 Uhr | Sonntag 12-17 Uhr
Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler:
Die Schwerpunkte von Schirin Fatemi liegen in der Malerei und Druckgrafik. Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Verhältnis des Menschen zur Natur – unser Lebensraum, der einer ständigen Veränderung unterworfen ist, sowie das wechselseitige Zusammenwirken von Mensch und Umwelt. Sie beschäftigt sich mit der Natur als räumlichem Gegenüber, das uns prägt, zu dem wir eine Beziehung entwickeln und mit dem wir als Menschen in Resonanz treten.
Für Alexander Kühn ist der faszinierende Verwandlungsprozess – die unerklärliche Metamorphose – immer wieder Anlass für seine Lichtbilder, Malerei und Grafik. Daraus entstehen vielschichtige Arbeiten voller Poesie und großer Farbkraft. Nicht die vordergründige Darstellung der Dinge, sondern ihr Wesen steht für ihn im Mittelpunkt. So entstehen Bilder eines scheinbar nicht zu vereinbarenden Miteinanders und Nebeneinanders – eine Art Utopie, eine Gratwanderung zwischen Gegenstand und Abstraktion, Licht und Dunkel, Leben und Tod.
Mensch und Natur sind für Sylvia Middel die wichtigsten Quellen der Inspiration – ein Grundthema, das sie seit Jahren begleitet und sich im Formenvokabular ihrer Arbeiten widerspiegelt. Die Skulpturen der Bielefelder Künstlerin entstehen in unterschiedlichen Arbeitsweisen. Eindeutige Aussagen vermeidet sie bewusst – stets bleibt Raum für vielfältige Interpretationen.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Künstlerin Inge Marion Petersen in ihren Farb- und Bleistiftzeichnungen und raumgreifenden Installationen mit den kaum erforschten Zwischenwelten – einer Terra Incognita voller hybrider Lebensformen. Diese Hybride bestehen meist aus vegetabilen und tierischen Organismen. Durch ihren Detailreichtum wirken sie auf den ersten Blick real, stellen jedoch in Wahrheit unsere gewohnte Wahrnehmung und konditionierte Realität in Frage.
Michael Rofka arbeitet als Bildhauer mit verschiedenen Materialien, bevorzugt mit Holz und Stein. Die Formgebung seiner Skulpturen orientiert sich an organischen Bewegungs- und Strömungsmustern, wie sie in der Natur vorkommen. Dabei geht es dem Künstler nicht um eine abbildende Darstellung, sondern um eine direkte Auseinandersetzung mit Natur. Seine Skulpturen wirken eher abstrakt und eröffnen den Betrachtenden eine unmittelbare ästhetische Erfahrung.
Der in Palermo geborene, in Rom lebende und arbeitende Maler und Druckgrafiker Andrea Volo ist emeritierter Professor für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Rom.
In dieser Werkserie behandelt er das klassische Thema des Künstlers und seines Aktmodells. Hier koexistieren und verflechten sich figurative und abstrakte Elemente. Im kreativen Prozess entfaltet sich eine metalinguistische Reflexion, die aus dem großen Repertoire der kunstgeschichtlichen Tradition schöpft. Dabei entsteht eine Auseinandersetzung mit dem Drama der Malerei – eingebettet in das weit größere Drama der Kultur der Moderne.


S. Fatemi, P. Weichert